An die Kette gehängt – Schön, dekorativ oder doch lieber kreativ?

Im Schloss finden sich Metalle in vielerlei Funktion und Form.

Zangen, Feilen, Säge und Hammer sind die Werkzeuge mit denen wir Metall nach unseren Vorstellungen formen. Dabei unterstützen und begleiten uns die Goldschmiedin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Ursula Lücke aus Hamburg, die Goldschmiedin Lea Körffer aus Jever und die Fotografin Sabine Krischke, ebenfalls aus Hamburg.

Im Schlossmuseum sind wir unterwegs, um nach Objekten und den Bildern von Objekten zu suchen, die aus (Edel)Metall gefertigt wurden. Die Gegenstände sind unterschiedlich groß und reichen von Ringen über Türbeschläge bis zu Pendeluhren und Kettenhemden. Die Metallobjekte wurden gemacht, um für eine lange Zeit den Betrachterinnen und Betrachtern vor Augen zu führen, wie mächtig und wichtig die Trägerin und Besitzerin war, ist oder sein wollte.

Verschluss, Schutz oder Repräsentation: was ein Mensch trägt und womit er oder sie sich umgibt, ist auch eine Aussage über Persönlichkeit und Stellung. Jede von uns überlegt also, was sie sich aus Metall selbst gestaltet und an ihre Kette hängt – und sich damit in Szene setzt.

Mai 2017 – filmische Dokumentation (Erstellung Projektstimme und Museumsporträt gruppenübergreifend)

Wir treffen uns weiter, um unseren Film und die Fotos für die Dokumentation weiter voran zu treiben. Aber vor allem auch, weil die wöchentlichen Treffen mit unseren Freundinnen im Schloss für uns fest dazu gehören. Auch wir aus Hohenkirchen sind bei dem neuen Projekt von BLICKKONTAKT als ‘Fachfrauen’ wieder mit dabei

Dokumentieren und Präsentieren – wir kennen UNSER Schloss

April 2017 – Projektausstellung zur Abschlusspräsentation (Erstellung Museumsporträt Gruppen übergreifend)

Bei der großen Projektpräsentationsparty haben wir den Part übernommen das Projekt, die drei Gruppen und natürlich die uns wichtigen Informationen zu den Frauen in einer Ausstellung vorzustellen. Auch die unsere selbst gestalteten Objekte die wir mit Blick auf die Sammlungsobjekte hergestellt haben, werden gezeigt. Bei der Projektpräsentationsparty ist die Ausstellung der Treffpunkt, von dem aus wir alle die Führungen durch das Schloss starten.

Eine Ausstellung, die Vieles zeigt, was wir in unseren Gruppen gemacht haben

Februar/März 2017 – Ordensentwürfe als Unikate (Erarbeitung Museumsporträt gruppenspezifisch)

In der Goldschmiede von Lea Körfer und mit ihrer Unterstützung setzen wir unsere zuvor entworfenen Ordenskizzen in Kupfermetall um. Danach werden sie von uns aufwendig emailliert, um sie abschließend an Büsten drapiert bei der Ausstellung zu unserer Projektpräsentationsparty in Vitrinen effektvoll inszeniert zu präsentieren. Nicht fehlen dürfen unsere Forschungsergebnisse zu den zwei Orden der Katharina von Russland. Wir planen die Hängung, die Tafelbeschriftung und dann werden die Vitrinen eingeräumt.

unsere Familien-, Glaube-, Liebe- und Freundschaftsorden

Februar 2017 –  Auf Spurensuche nach Schmuck mit Aussage über den geleisteten Verdienst (Erarbeitung personalisierter Museumspass und Museumsporträt gruppenspezifisch)

Wozu überhaupt Orden? Wer durfte sie tragen? Und warum gibt es unterschiedliche Orden für Frauen und Männer? Der Sammlungsbestand wird gesichtet und die genaue Betrachtung, wird anhand der Inventarkarten geübt. Wir entwerfen eigene ‘Schlossexpertinnen’-Verdienstorden aus Filz, aber das ist für uns Metallverarbeitungskennerinnen bei weitem noch nicht alles. Mit der Goldschmiedin Lea Körfer verabreden wir uns in ihrer Werkstatt, um die Entwürfe in Metall umzusetzen – zunächst aber sind auch wir gemeinsam mit den anderen Mädchen zu Gast beim ‘Hut ab’-Salon des  Frauenortteams.

Inventarisieren und Fakten kombinieren

Januar/Februar 2017 – Gewusst wie! Was ist eigentlich Emaille? (mediale Workshops )

Die vielen Orden an der Kleidung der Männer und Frauen auf den Gemälden im Schloss und die Schmetterlingsbrosche mit ihren leuchtenden Farben aus der Sammlung haben uns zu der Frage geführt, um was für ein Material und was für eine Technik es sich dabei handelt. Ursula Lücke leitet uns Schritt für Schritt dabei an, wie wir aus Kupferplatten und einen pulverisierten, glasartigen Schmelzgemisch eigene Schmuckstücke machen können.

Neugierig auf das Erkennen und erlernen neuer Techniken

Januar 2017 –  Allerortens mit Blick für die Kultur (museale Workshops)

Die Kirche in Hohenkirchen, an der wir jeden Tag vorbeifahren, die Grablege von Edo Wiemken, dem Vater Marias, die nur durch eine Scheibe oder mit Führung anzusehen ist, all das wir von uns genau ‘unter die Lupe genommen’. So wie wir das auch mit den Metallobjekten in der Museumssammlung machen.

Ausblicke in die Region und Nachforschungen am Sammlungsbestand

 

Dezember 2016 – Erfahrung vorführen & Wissen vermitteln (Führung Peer Teamer)
Am Tag der offenen Tür zeigen wir unseren Eltern, Freunden und Lehrerinnen zum ersten Mal das Schloss, das wir nun schon in- und auswendig kennen. Den vielen Interessierten erläutern wir die Herstellung unserer Schmuckstücke anhand der ausgestellten Fotos und der selbst gestalteten Anhänger und Ringe. Ganz selbstverständlich erfahren die Besucherinnen und Besucher etwas zu den Metallgegenständen der Frauen, die im Schloss lebten.

Besichtigung des Schlossmuseums mit Familie und Freunden
November 2016 – Repräsentation (mediale Workshops)
Mit der Fotografin Sabine Krischke aus Hamburg inszenieren wir uns wie Katharina die Große, wie Maria von Jever oder wie Wilhelm Christian Friedrich. Wir sprechen über Wirkung und Ausdruck von Gesten und Gesichtern, darüber, wo wir uns in welcher Weise zeigen würden – auf Facebook, im Internet oder im privaten Umfeld.

Selbst- und Fremdinszenierung zwischen Ausdruck und Geste
November 2016 – Forschen, Formen und Gestalten (mediale Workshops)
Die Techniken Löten und Polieren erlernen wir in der Goldschmiedewerkstatt von Lea Körffer in Jever. Mit Ausdauer und unter guter Anleitung der beiden Goldschmiedinnen Körffer und Lücke trägt nun jede einen selbst entworfenen und angefertigten Silberring am Finger.

Die Möglichkeiten und Werkzeuge einer Goldschmiedewerkstatt
Oktober/November 2016 – Suchen, Sammeln und Sortieren (museale Workshops)
Weitere prunkvolle, wehrhafte und glitzernde Objekte aus Edelmetall, Eisen und Messing lassen sich aufspüren. Auf Bildern und Gemälden werden Schmuckgegenstände bedeutungsvoll inszeniert oder selbstverständlich zur Schau getragen. Angeregt von unseren Fundstücken, stellen wir mit Biegen, Sägen, Feilen und Schleifen erste eigene Schmuckstücke und Metallobjekte her.

Metallobjekte sichten, metallverarbeitende Techniken erlernen
Oktober 2016 – Forschen und Verstehen (Kickoff)
Mit der Goldschmiedin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Ursula Lücke nehmen wir den Sammlungsbestand genauer unter die Lupe. Auf einem bekannten Gemälde von Maria trägt sie nicht nur einen, sondern zwei Ringe an ihrem rechten Fingerring. Zarin Katharina präsentiert Zepter und Prunkkette in geradezu leger Noblesse und die aus Metall gefertigten Meerjungfrauen in der friesischen Pendeluhr des 18. Jahrhunderts heben und senken sich im Sekundentakt aus den Meereswogen.

Glänzende Spurensuche in der Sammlung des Schlossmuseums

September 2016 – Begegnen, Orientieren und Ausprobieren (Outreach)
Das Projekt stellt sich uns vor. In den Schulen, bei den Integrationslotsinnen aus Jever und dem Wangerland und besonders in der Aktionswoche im Schloss, die jeden Tag Neues bietet, lernen wir das Schlossmuseum und die Projektmitarbeiterinnen kennen.

Entdeckungen im Museum, mit den Mitarbeiterinnen und auf eigene Faust

2 Gedanken zu “An die Kette gehängt – Schön, dekorativ oder doch lieber kreativ?

  1. das schloss ist schön und wir machen schmuck, wir lernen etwas über das schloss, über maria, über jever, über katharina und über das museum – S.G.

    ich finde das schloss ist toll. wir sind die beste gruppe und starke mädchen! N.T.

    Hallo, ich spreche arabisch und Deutsch. ich finde das schloss ist toll und rosa! A.S.

    Hallo ich bin iman fatima. das schloss ist sehr schön und ich bin gerne hier.wir lernen etwas über das schloss, über maria, über jever. I.R.

  2. Hallo, wir sind Aya und Leyla. Wir kommen aus Syrien und wir wohnen jetzt in Hohenkirchen. Wir kommen jeden Donnnerstag und jeden Freitag ins Schloss. Was machen wir im Schloss? Wir machen Schmuck aus Metall, z.B. Ringe oder Ketten oder Armbänder. Wir waren auch schon einmal bei Lea Körfer in ihrer Goldschmiede. Jetzt gerade arbeiten wir mit Emaille, das ist ein Pulver aus farbigem Glas. Daraus machen wir uns Kettenanhänger. Und wir finden das Schloss GEIL.
    Oben in der Fotoleiste sind bald Fotos von unseren selbstgemachten Anhängern.

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